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SMOKED SAUSAGE

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Studiobericht Presse Songtexte

NO SMOKE WITHOUT A FIRE

Studiobericht

Mit NO SMOKE WITHOUT A FIRE liegt die mittlerweile dritte CD von Smoked Sausage vor. Der Titel bezieht sich auf die englische Redewendung "there's no smoke without a fire" (etwa: irgendwas steckt dahinter, irgendwo muss es herkommen), lässt sich als Anspielung auf unseren Bandnamen und mit der zweiten Bedeutung von "fire" - "Leidenschaft" - aber auch als Bild für unsere Herangehensweise an diese CD verstehen. Denn obwohl der Vorgänger SMOKEDETECTOR bei Euch sehr gut ankam und uns einen Haufen guter Auftritte und Lob von Fachkritikern bescherte, waren wir uns von Anfang an sicher, da noch eins draufsetzen zu wollen, angefangen bei den Songs bis hin zur Aufnahmequalität.

Unsere klangtechnische Maßgabe für NO SMOKE WITHOUT A FIRE war von vornherein, unseren Live-Sound und dessen Power, die uns Hörerschaften landauf, landab als unser Markenzeichen bescheinigen, bestmöglich einzufangen. Die SMOKEDETECTOR-CD spiegelt dies ja leider nur zum Teil wieder. Für die Produktionsschritte - Aufnahme, Mix und Mastering - arbeiteten wir mit verschiedenen Tonleuten zusammen und ließen uns zwischen den einzelnen Schritten viel Zeit zum Reflektieren und Korrigieren etwaiger Fehler - schließlich hat man nicht immer den objektivsten Blick auf seine Arbeit, wenn man sie erst vor einer Stunde beendet hat...

Die AUFNAHMEN fanden erneut in den Soundforge-Studios statt, unter der Regie von Kai Mertens, der schon die zwei vorangegangenen Smoked Sausage-CDs betreut hatte. Wir nahmen "track-on-track" auf, d.h. alle Instrumente einzeln und nacheinander, wobei ein Instrument jeweils zum Playback des davor aufgenommenen eingespielt wird.
Den Grundstein legte Rob, indem er an einem Wochenende im September 2008 seine Schlagzeugspuren mit chirurgischer Präzision in Rekordzeit einzimmerte. Die Woche darauf wurden Bass, Rhytmusgitarren und Soli eingespielt. Kai Mertens, selbst ein begnadeter Gitarrist,ist ein Meister im Erstellen von Gitarrensounds und bewies einmal mehr eine Engelsgeduld während der Sessions - derweil die Herren Siegfried und Wegscheider dem Leistungsdruck im Studio mit nächtlichen Alkoholexzessen zu begegnen wussten. Cheers, mate!

Im Frühjahr 2009 begannen wir mit dem MIX, dem Austarieren der Klang- und Lautstärkeverhältnisse der einzelnen Spuren zueinander - Millimeterarbeit.Wie schon für SMOKEDETECTOR stand uns hierfür Juri von Krause zur Seite. Bei ihm in den Mega1-Studios wurden außerdem sämtliche Gesangtakes - mit Ausnahme von "Animal" und einigen Background-Vocals, für die wir noch im Soundforge Zeit fanden - sowie die legendäre Bluesharp aufgenommen.
Juri ist mit einem feinen Ohr gesegnet und als Tonmann ein "Hans-Dampf-in-allen-Gassen", u.a. auch beim Film und für Hörspiele tätig, weswegen wir immer mal wieder Pausen einlegen mussten, da Juri noch andere Kunden zu betreuen hatte. Letztendlich hatten wir dadurch aber viel Zeit zur o.g. Reflexion unserer Arbeit und konnten mit einem entsprechenden Ergebnis im Sommer 2009 den Mix abschließen.

Für das MASTERING schließlich, den letzten Produktionsschritt, konnten wir mit Armins altem Freund Mike Kullack einen Vollprofi gewinnen, der schon alle möglichen Leute von Klassik bis Rock in seinen Iceland-Studios ein- und ausgehen hatte. Mastering ist eine Art finales Equalizing über die gesamte Aufnahme, das Sahnehäubchen, womit entschieden wird, wie knallig oder warm, wie tief oder brilliant die Produktion letztlich klingt. Mike war engagiert und kompetent genug, uns gleich mehrere Versionen zukommen zu lassen, aus denen wir auswählen konnten.

UND DIE SONGS SELBST?

Auch hier ist unserer Meinung eine Weiterentwicklung hörbar:
Größtes Novum ist zweifellos, dass für NO SMOKE WITHOUT A FIRE alle Bandmitglieder eigene Songs beisteuern, während das Songwriting bei den vorhergegangenen Veröffentlichungen ausschließlich auf den Schultern von Markus Siegfried ruhte. Allen voran Armin, der kurz vor SMOKEDETECTOR als letzter zu Smoked Sausage gestoßen ist. Mittlerweile voll in den Bandsound integriert, stammen mit "Animal", "Firewater" und "Rockin' Boat" gleich drei Titel auf NO SMOKE WITHOUT A FIRE aus seiner Feder, bei letzteren beiden übernimmt er zudem den Gesangspart. Das psychedelische Gitarrensolo gegen Ende von "Rockin' Boat" wurde übrigens von Rhytmusgitarrist Siegfried eingespielt - da hat noch jemand über seinen Tellerrand geschaut.

"Summer" wurde von Markus Rothe eingebracht und klingt mit seiner markanten Basslinie und den sphärischen Gitarren am untypischsten für Smoked Sausage, bis im Mittelteil wieder der alte Drive einsetzt.

In scharfem Kontrast dazu Roberts "See You On The Grid" – ein Song der härteren Gangart, welcher allerdings mit Melodie und viel Groove kombiniert wurde.



Markus Siegfried schließlich zeichnet verantwortlich für die Eröffnungsnummer "Painter Of Soul", gleichzeitig der Song, der auf unseren Live-Gigs über die letzten Jahre die stärkste Resonanz bekam. Die Idee, hier eine Bluesharp einzusetzen, hatten die Herren Siegfried und Wegscheider übrigens beide gleichzeitig und unabhängig voneinander - womit die Existenz der heiligen Vorsehung bewiesen sein dürfte.

Wir haben das Gefühl, mit all diesen unterschiedlichen musikalischen Einflüssen unserem Bandsound einige neue Facetten hinzugefügt zu haben und ihn durch eine natürliche, kraftvolle Produktion authentisch abgebildet zu haben. Jetzt liegt's an Euch, dies zu bewerten! Jedenfalls: Wenn uns beim CD-Verkauf nach der Show demnächst wieder jemand fragen sollte "Is' da der mit der Mundharmonika drauf?", können wir jetzt endlich sagen: "Ja, isser!!"